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Auf dieser Seite finden Sie ein Wörterbuch der medizinischen Fachbegriffe, welche auf den Sites der Homepage des Gefäßzentrums Bochum verwendet werden. Um einen Begriff zu suchen, klicken Sie auf den jeweiligen Anfangsbuchstaben, des nachfolgenden Alphabets:










































Aneurysma Krankhafte, örtlich begrenzte Erweiterung einer Schlagader.
       
Angina pectoris Brustenge; Anfälle von starken Schmerzen in der linken Brustseite als klinisches Zeichen der durch Durchblutungsstörung des Herzens bedingten Krankheit.
       
Angiographie Röntgenologische Darstellung von Gefässen wie Arterien, Venen oder Lymphgefässen unter Verwendung von Kontrastmittel.
       
Angiologie Die Lehre von den Gefässe. wobei die peripheren Venen und Lymphgefässe miteinbezogen sind. Das Interesse dieser Disziplin gilt jedoch vorwiegend der arteriellen Strombahn.
       
Aorta Hauptschlagader, auch das Stammgefäß des Körperkreislaufs.
       
Arterie Schlagader, ein mit kräftiger Media (Schicht) ausgestattetes Blutgefäß, das immer vom Herzen zu einem Organ führt.
       
AVK Arterielle Verschlußkrankheit; Sammelbegriff für meist arteriosklotisch bedingte arterielle Stenosen (Einengungen), die zu Ischämie (Blutleere, Minderdurchblutung) und Nekrosen (Gewebszerstörungen) in den betroffenen Gefäßgebieten führen.



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Blutdruck Druck des Blutes auf die Gefäßwand. Man unterscheidet in systolischen (Druck im Augenblick der Kontraktion des Herzmuskels) und diastolischen (Druck im Augenblick der Erschlaffung des Herzmuskels) Blutdruck. Abkürzung: RR.
       
Bluthochdruck Medizinisch Hypertonie; dauerhafte Erhöhung des diastolischen Blutdruckwertes auf Werte > 95 mmHG (Millimeter Quecksilbersäule) und des systolischen Drucks auf > 140 mmHG.
       
Blutzucker Als wichtigster Energieträger für den Zellstoffwechsel muß Traubenzucker in einer bestimmten Konzentration im Blutserum vorhanden sein. Der normale Blutzucker-Spiegel beträgt 70 - 110 mg% (nüchtern). Wiederholte Werte über 120 mg% sprechen für das Vorliegen eines Diabetes mellitus.
       
Bypass Überbrückung eines krankhaft veränderten Blutgefäßabschnittes durch Einpflanzung von einem Stück meist körpereigener Vene, Arterie oder eines Kunststoffschlauchs; am Gebräuchlichsten bei Stenosen (Einengungen) an den Koronarien (arterielle Kranzgefässe des Herzens).



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Carotiden Arterielle Hirngefässe zur Blutversorgung des Gehirns. Diese erfolgt aus zwei paarigen Quellen: 1. der arteria carotis (Halsschlagadern, am Vorderhals tastbar) mit ihren Ästen, die sich in vordere, mittlere und hintere Gehirnarterien aufteilen und 2. der arteria vertebralis (Schlagadern entlang der Halswirbelsäule). Beide Systeme zusammen bilden den circulus Willisi, der bei Unterbrechung eines seiner Zuflüsse stabil bleibt.
       
Chemotherapie Einsatz von synthetisch hergestellten, teilweise toxischen (giftigen) Substanzen zur spezifischen Wachstumshemmung von Infektionserregern oder Tumorzellen im Organismus.
       
Cholesterin Ein Lipid, d. h. eine wasserunlösliche Verbindung, die in vielen Organssystemen gebraucht und überwiegend exogen aus der Nahrung aufgenommen wird, bei Bedarf in der Leber auch endogen produziert werden kann. Hypercholesterinämie ist gefäßschädigend.
       
Computertomographie Abk. CT); modernste bildgebendes Verfahren der Röntgenuntersuchungstechnik zur direkten Darstellung von Weichteilstrukturen, z. B. von Tumoren, Metastasen und Abszessen. Dabei ermittelt ein Computer aus zuvor aufbereiteten Röntgenmessergebnissen ein sehr detailreiches Querschnittsbild der Dichteverteilung in einer Schicht.
       
Claudikatio intermittens Anfallsweises Hinken, "Schaufensterkrankheit", der Patient bekommt nach einer Wegstrecke von ca. 100 m oder weniger starke Schmerzen in den Beinen und muß pausieren. Es handelt sich um die Folgen der AVK (arteriellen Verschlußkrankheit).



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Diabetes mellitus Zuckerkrankheit, genetisch oder exogen; wird unterschieden in folgende Typen: Typ I - durch Insulinmangel bedingt, beginnt häufig bereits in jungen Jahren und bedingt eine lebenslange Insulinzufuhr. Typ II - zunehmende Insulinresistenz bedingt durch die Lebensumstände des Patienten z. B. Adipositas (Übergewicht).
       
Diabetische Nephropathie Diabetisch bedingte narbige Degeneration der Kapillarknäuel der Niere bei langjährig, meist mehr als 10 Jahre bestehendem Diabetes mellitus. Dadurch häufig auftretendee Hypertonie (arterieller Bluthochdruck); in der Regel ist der Übergang in die Niereninsuffizienz (eingeschränkte Fähigkeit der Niere harnpflichtige Substanzen auszuscheiden) unaufhaltsam.
       
Diabetischer Fuß Bei weit fortgeschrittener Zuckerkrankheit entstehen infolge der massiven Ernährungsstörung von Gewebe und Gefäßnerven absterbende Gewebebezirke oder Nekrosen (lokaler Gewebstod) gehäuft am Fuß (Gangrän).
       
Dialyse (Lyse, griech. Auflösung, Trennung). Als sogenannte Blutwäsche, einem extrakorporalen (außerhalb des Körpers) Blutreinigungsverfahren mittels einer künstlichen Niere, dient es der Elimination von harnpflichtigen Substanzen, anderen Stoffwechselendprodukten und Wasser aus dem Organismus. Der Patient muß über einen venösen Shunt (permanenten Zugang in einer Körpervene) verfügen.
       
Diastole; Die auf die Systole (rhythmische Kontaktion des Herzmuskels) folgende Erschlaffung des Herzens mit erneuter Füllung der Herzkammer zur Vorbereitung des nächtsen Pulsschlags.
       
Dopplersonographie Sonderform der Ultraschalluntersuchung über Blutgefässen, die die Blutströmung und deren krankhafte Abweichung darstellen kann. Der Doppler-Effekt kann als Phänomen des Alltagslebens erfahren werden: wenn ein Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Martinshorn auf einen zufährt, hört man eine andere Tönhöhe, wie wenn es sich von einem wieder entfernt. dasselbe Verhalten zeigt das strömende Blut in einer Arterie.
       
DSA Digitale Subtraktions-Angiographie ist das bewährteste röntgenologische Verfahren zur Darstellung von Gefässen. Dem patienten wird über einen Katheter ein Kontrastmittel appliziert, welches dazu dient, die Gefässe sichtbar zu machen. Die eigentliche Gefäßbildgebung erfolgt durch Subtraktion eines Leerbildes (vor Kontrastmittelgabe) vom kontrastierten Bild (nach Kontrastmittelgabe) sodass eine überlagerungsfreie, rechneroptimierte Darstellung der Gefäßfüllung erzeugt wird (luminographie). Die Bildgebung erfolgt online auf angeschlossenen Monitoren.
       



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EKG Abk. für Elektro-Kardio-Gramm; die Ableitung der Herzströme von der Hautoberfläche und ihre Aufzeichnung unter Ruhebedingungen (Ruhe-EKG) oder unter Belastung (Belastungs-EKG). Das Kurvenbild wird unterteilt in Zacken und Wellen. Die größte Aussagekraft hat diese Untersuchung bei Rhythmusstörungen und Herzinfarkt.



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Femoralispuls Der in der Leiste tastbare Arterienpuls der arteria femoralis (Beckenarterie); abgeschwächt oder aufgehoben bei AVK (arterieller Verschlußkrankheit) und Claudikatio intermittens (anfallsweises Hinken, Schaufensterkrankheit).
       
Fettstoffwechselstörung med. Hypertriglyzeridämie; erhöhte Konzentration von Triglyzeriden (Lagerform der Fettsäuren im Körper) im Blutserum (>200mg%). Die seltene primäre Form wird hervorgerufen durch einen Mangel Lipoproteinen. 90% der Fälle stellen die sekundäre Form dar, die durch eine kombinierte Störung eds Fettstoffwechsel und des Eßverhaltens (zu fett, zu kalorienreich) hervoergerufen wird. Nicht selten ist die Erkarnkung vergesellschaftet mit einem Diabetes mellitus oder Alkoholmißbrauch.



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Gangrän gangraen (griech.) fressendes Geschwür. Kommt es zum Absterben von Gewebe im lebenden Körper (z. B. durch fehlende Nährstoffversorgung), wird dieses bevorzugt von Anaerobiern (Bakterien die nur unter Luftabschluß wachsen. Das infizierte Gewebe wird schwarz und weist Fäulniszeichen wie mißfarbenes Aussehen und Fäulnisgeruch auf. Wegen der tödlichen Bakteriengifte aus dem brandigen Herd muß meist amputiert werden, um das Leben des Patienten zu retten.
       
Gefäßläsionen Gefäßschädigungen durch Beeinträchtigung der Elastizität von arteriellen Gefässen. Man unterscheidet: 1. entzündliche Gefäßläsionen (Vaskulitis); vor allem bei Autoimmunerkrankungen (Autoantikörper, die gegen körpereigene Antikörper wirken) und 2. arteriosklerotische Gefäßläsionen; bei Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus. Bei venösen Gefässen kann eine angeborene Bindegewegsschwäche zu Schäden an den Venenklappen und damit Krampfadern führen.
       
Gefäßstenose steno (griech) Enge; die Einengung oder der Verschluß eines Hohlgefässes, im engeren Sinne eines Blutgefässes durch Arteriosklerose oder Thrombose..
       
Glykogen (Kohlenhydrate, die für den Menschen verwertbaren Zucker, die aus der Nahrung stammen und in Form von langen Ketten aneinanderhängender Einzelzucker als Stärke oder Glykogen aufgenommen werden. Die Verdauungsorgane sorgen für eine Spaltung der Ketten zu einzelnen Zuckern wie Glukose oder Fruktose und deren Aufnahme ins Blut. Im Körper sind sie Rohstoff- und Energielieferanten.



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harnpflichtige Substanzen Endogen (im Körper entstehende), meist in der Leber gebildete Endprodukte des Stoffwechsels, die über die Nieren ausgeschieden werden müssen; z. B. Harnstoff als Endprodukt des Protein (Eiweiß) stoffwechsels, Harnsäure als Endprodukt des Purinabbaus (Schlackenstoffe) oder Kreatinin, das aus dem Stoffwechsel des Muskels stammt. Bei einer Störung der exkretorischen (absondernden) Nierenfunktion steigt die Konzentration dieser Stoffe im Blutserum an.
       
HDL-Cholesterin Abk. für high density lipoprotein-Cholesterin. Eine Transportform des Cholesterins mit hohem Proteinanteil, anscheinend als Einsammler und Klärfaktor von überschüssigem Cholesterin wirksam. Der Normfaktor dieses §"guten Cholesterins" ist > 35 mg%. Ziel der Arterioskleroseprophylaxe ist es, diese Fraktion zu erhöhen und das LDL-Cholesterin zu senken.
       
Herzinfarkt Perakute (plötzlich, heftig auftretend) Attacke als Komplikation der der chronischen KHK (koronaren Herzkrankheit). Infolge der plötzlich auftretenden Myokardnekrose (örtlicher Untergang eines umschriebenen Herzmuskelbezirks) kommt es zum anhaltenedn Vernichtungsschmerz und EKG-Zeichen. Nach ca 6 - 12 Stunden kann ein Anstieg herzspezifischer Enzyme nachgewiesen werden.
       
Hypertonie Bluthochdruck (arteriell) siehe dort
       
Hypercholesterinämie Die Erhöhung der Fettstoffe im Blut auf der Grundlage einer polygenetischen (Beteiligung mehrere Gene an der Ausbildung der Erkrankung) Veranlagung, die meist mit einer erhöhten Zufuhr von Nahrungsfett und/oder Nahrungskalorien verbunden ist. Anstieg der Triglyzeride und des Cholesterins bis 400 mg%, bei chronischem Bestehen einer der wirksamsten Risikofaktoren der Arteriosklerose.



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Infarkt In der Regel perakut (plötzlich, heftig) erfolgter, eng umschriebener Untergang von Zellen (Nekrose) in einem Organ oder Gewebe durch Ischämie (Blutleere, -Mangel) infolge eines Arterienverschlusses bei Fehlen eines den Verschluß kompensierenden Kollateralkreislaufs, das bedeutet dies tritt cor allem in Organen mit sogenannten Endarterien auf. Ursachen: Embolie, Thrombose auf dem Boden der Arteriosklerose.
       
inferior Untere, unteres; anatomische Lagebezeichnung z. B. für ein Gefäß (untere Hohlvene: vena cava inferior).
       
Insulin In den Betazellen der Langerhans-Inseln des Pankreas (Zelltyp der Bauchspeicheldrüse) gebildetes, blutzuckersenkendes und Glykogen aufbauendes Hormon, welches hauptsächlich die normale Blutzuckerkonzentration con ca 75 - 115 mg% aufrecht erhält; Blutzuckerabfall führt zur Drosselung, Blutzuckeranstieg zur Steigerung des Insulinausstosses. Ist dieser Regelkreislauf z. B. durch eine Insulinresistenz (fehlende oder stark herabgesetzte Reaktion der Zellen auf Insulin) gestört kommt es zum Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit.



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Jod Chemisches Element der Halogengruppe; ein Nichtmetall, in reinem Zustand grau-schwarz glänzende Kristalle; 24 Isotope. Jod ist für den menschlichen Körper als Spurenelement essentiell (unverzichtbar) mit einem tagesbedarf von 150 Mikrogramm. Therapeutisch u. a. als Desinfektionsmittel.
       
Juveniler Diabetes Auch Typ I Diabetes. Bei einem absoluten Insulinmangel, der sich in der Regel bis zum 25. Lebensjahr manifestiert, liegt ein insulinabhängiger Diabetes mellitus vom Typ I vor. Eine Virusunfektion wird als Auslöser vermutet, wobei die Langerhans`schen Zellen der Pankreas (Bauchspeicheldrüse) geschädigt werden und atrophieren (Funktionsverlust durch Gewebeschwund). Als Folge davon entsteht der juvenile Diabetes und der Patient muß sich Insulin spritzen.



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Kapillaren capilla (lat) das Haar, die feinsten Blutgefässe im Kreislaufsystem, zwischen Arteriolen (kleinste Arterien vor dem Übergang in die Kapillaren) und Venulen (kleinste Venen im Übergangsbereich aus den Kapillaren) geschaltet, im Durchmesser etwa erythrozythengroß (Größe der roten Blutkörperchen). In den Kapillaren hat sich der systolische Austreibungsdruck des Herzens (des linken Ventrikels) weitgehend erschöpft und das Blut fließt nur noch sehr langsam, was in den muskelfreien kapillaren den Stoff- und Gasaustausch ermöglicht./TD>
       
Koronarien Die arteriellen Kranzgefässe des Herzens, die der Versorgung des Herzmuskels mit Blut dienen. Die Leistung der Blutpumpe Herz wird fast ausschließlich über die Höhe der Koronarversorgung gesteuert. Sind die Koronarien unter dem Einfluß von Adrenalin ("Streßhormon) weit offen, dann schlägt das Herz automatisch schneller und kräftiger; vergleichbar dem "Druck auf des Gaspedal". Arteriosklerotisch bedingte Veränderungen führen u. a. zu Angina pectoris bzw Herzinfarkt.
       
Krampfadern med Varikosis, ausgedehnte Krampfaderbildung; ursächlich bedingt durch angeborene Wangschwäche oder Insuffizienz (mangelnde Leistungsfähigkeit) der Venenklappen (dienen der Unterstützung des Rückstromes des venösen Blutes zum Herzen). Auslösende faktoren sind Gravidität (Schwangerschaft), Stehberufe und Adipositas (Übergewicht). Krampfadern bilden sich bevorzugt an den Venen der unteren Extremität aus.
       
Kreatinin (Eine organische Verbindung aus dem Muskelstoffwechsel, welche nach Abbau in der Leber über die Nieren ausgeschieden wird. Normalwert: 1,2 mg%. Eignet sich für die Beurteilung der Nierenfunktion, da dieser Stoff immer in der gleichen Menge zur Ausscheidung anfällt.
       
Krebs Abk. Ca von cancer (lat) Krebs. Bösartige, vom Epithel (Deckgewebe an Haut oder Schleimhaut) ausgehende Tumore (Geschwulst). Die größte Gruppe bilden die Malignome (Geschwulst mit in das Gewebe eindringenden, zerstöererischem Wachstum), denen die Sarkome (Geschwulst im Bindegewebe) zur Seite gestellt werden. Krebsgeschwülste bilden entweder auf lympho- (durch die Lymphe) und hämatogenem (über das Blut) Weg Metastasen (Absiedelung und Bildung von Herden an einem vom Primärherd entfernten Ort, "Tochtergeschwulst").



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Läsion laesus (lat.) verletzt; Schädigung, Verletzung, Störung eines der Kardinalsymptome einer Entzündung. Wird häufig im Zusammenhang mit der Verletzung von Gewebe benutzt (Gefäßläsion = Verletzung de gefässes).
       
Langerhans`sche Insel-Zellen Zelltyp der endokrinen Pankreas (Bauchspeicheldrüse), sie sezernieren (geben ab) das blutzuckersenkende Hormon (Botenstoff) Insulin.
       
LDL-Cholesterin Abk. für low density lipoprotein-Cholesterin. Die Transportform des Cholesterins im Blut, die als "schlechtesCholesterin" zu Ablagerungen im Endothel (Deckgewebe der Gefässe) führt. Ein erhöhter Cholesterinspiegel geht mit einer Erhöhung dieser Fraktion Hand in Hand, Normwert: <140 mg%. Ziel der Arterioskleroseprophylaxe ist es, diese Fraktion zu senken und das "gute" HDL-Cholesterin zu erhöhen.
       
Lysetherapie (Lyse, griech. Auflösung, Trennung). Über einen Herz- oder Venenkatheter wird eine Infusion mit einem fibrinolytischen (Mittel zur Auflösung von Gerinseln) verabreicht. In 80 - 90% der Fälle läßt sich damit der Thrombus (Gefäßverschluß) auflösen. Die Lysetherapie sollte nicht länger als 3 Stunden nach dem Infarkt durchgeführt werden, Zeitfaktor besonders wichtig beim Schlaganfall (Hirninfarkt). Bei Venenthrombosen und Lungenembolien ist auch noch eine Woche nach Eintritt des Ereignisses mit Erfolgen zu rechnen.
       



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Media Media-tunica (lat.) Schicht, die mittlere Schicht einer Gefäßwand, die im Falle einer Arterie eine kräftige glatte Muskulatur aufweist. Hier erfolgt bei neuraler Reizung die Kontraktion (Zusammenziehung), die zur Vasokonstriktion (Gefäßverengung, die durch die vegetativen Nerven an den Arteriolen bewirkt wird) führt. Die dünnwandigeren Venen weisen eine deutlich schwächer ausgebildete Media tunica auf.
       
MRT Abk. für Magnetresonanz-Tomographie; ein bildgebendes Verfahren, das mit starken Magnetfeldern arbeitet und qualitativ hochwertige Querschnittbilder aus dem menschlichen Körper ermöglicht. Da keine Strahlenbelastung anfällt, ist das Verfahren der CT (Computer-Tomographie) überlegen, wegen der hohen Kosten z. Zt. aber noch kein Standardverfahren. Kann zudem bei z. B. Schrittmacherpatienten nicht angewendet werden.



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Nekrose nekros (griech.) tot; lokaler Gewebstod in einem lebenden Organismus als schwerste Folge einer örtlichen Gewebszerstörung. Diese Definition geht auf den Pathologen von Virchow zurück. Aus einer Nekrose kann bei Besiedelung mit pathogenen Anaerobiern (Bakterien, die unter Luftabschluß wachsen) eine Gangrän entstehen.
       
Nephropathie Diabetische Nephropathie; Schädigung der glomerulären Kapillaren (Kapillarknäuel in der Nebennierenrinde) der Niere bei langjährigem, meist mehr als 10 Jahre bestehendem Diabetes mellitus; findet sich bei ca 20% aller Diabetiker. Übergang zur Niereninsuffizienz (Funktionsverlust) in der Regel unaufhaltsam.
       
Niereninsuffizienz Die eingeschränkte Fähigkeit der Nieren, harnpflichtige Substanzen (Stoffwechselendprodukte der Leber) auszuscheiden. Im fortgeschrittenen Stadium geht auch die Regulationsfähigkeit des Elektrolyth-, Wasser und Säure-Basen-Haushalts verloren. Typische Klinik (Krankheitszeichen) sind Polyurie (häufiger Harndrang), Hypertonie (arterieller Bluthochdruck), Ermüdbarkeit und muskelschwäche, z. B. als Folge der Hypokaliämie (Störung des Säure-Basen-Haushalts).
       
Nikotin Das Alkaloid der Tabakpflanze, ein starkes Gift mit zunächst erregender, später lähmender Wirkung auf vegetative Zentren. Die mittelbare Wirkung im Körper umfaßt Verengung der Koronarien (Kranzgefässe des Herzens), Blutdruckanstieg und Hypersekretion (verstärkte Absonderung von Körperflüssigkeiten, Speichel, Schweiß, Harn).
       



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Pankreas Bauchspeicheldrüse; liegt hinter dem Magen, unterteilt sich in den von der C-förmigen Schleife des Zwülffingerdarms umgebenen Kopf, den Körper, der vor der Wirbelsäule verläuft und den bis an die Milz reichenden Schwanz. Sein Ausführungsgang mündet gemeinsam mit dem Gallengang an der Papilla major (gemeinsame warzenförmige Mündungsstelle) in das Duodenum (Zwölffingerdarm). Das Pankreas sondert bis zu 1,5 l Pankreassaft am Tag ab, der wichtige Verdauungsenzyme enthält.
       
perakut Der unmittelbar, schnell und heftig einsetzende Beginn einer Krankheit, meist auch mit schwerem, nicht selten tödlichem Verlauf. Beispiele sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall.
       
Phlebologie Die Lehre von den Venen (griech.) beschäftigt sich in erster Linie mit der Anatomie und Physiologie der peripheren Venen, der Pathophysiologie (krankhaften Veränderung) des venösen Niederdrucksystems, der Behandlung der Veneninsuffizienz und des häufig daraus resultierenden ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür), der Venenfunktionsdiagnostik und der Behandlung des varikösen Sypmtomenkomplexes (Besenreiser, Krampfadern, etc).



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RR Abk. und Symbol für die auf den italienischen Internisten Riva-Rocci zurückgehende unblutige Methode der Blutdruckmessung mithilfe des Quecksilber- oder Membranmanometers und der aufblasbaren Armmanschette. Der gemessene Blutdruck wird in mmHg angegeben, das ist die Höhe der Quecksilbersäule, die dem Druck die Waage hält.



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Schlagader siehe Arterie.
       
Schlaganfall Meist plötzlich einsetzender zerebraler Funktionsausfall durch Gefäßblutung oder -verschluß verschiedener Ursache, verschiedener Intensität und in unterschiedlichen ZNS-Bereichen.Für die Entstehung eines Schlaganfalls existieren unterschiedliche gesicherte und weniger gesicherte Risikofaktoren. Zu den gesicherten Risiken zählen: Alter, Strömungsveränderungen in den Carotiden (Halsschlagadern), Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit), familiäre Disposition (erbliche Vorbelastung), Geschlecht, Rasse. Weniger gesichert sind folgende Faktoren: Alkoholmissbrauch, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen, orale Kontrazeptiva ("Anti-Baby-Pille"), Übergewicht, Zigarettenrauchen. Zu den wichtigsten Warnsignalen eines drohenden Schlaganfalls zählen: plötzlicher heftiger Kopfschmerz, Doppelsichtigkeit oder vorübergehende Erbleindung, Schwindel, Übelkeit, Lähmungserscheinungen (häufig im Bereich der oberen Extremitäten, im Gesicht oder halbseitig), Sprachstörungen.
       
Schwangerschaftsvarikose Varikosen (Krampfadern) sind die bei weitem am häufigsten auftretende Gefäßerkrankung in der Gravität (Schwangerschaft). Meist normalisieren sich die Symptome jedoch innerhalb weniger Monate nach der Niederkunft.
       
Sklerotherapie Behandlung mit dem Ziel der Sklerosierung einer varikös veränderten Venenstrecke und deren Umwandlung in einen bindegewebigen Strang. Dabei wird ein stark thrombosierendes Mittel in die betroffene Venenregion injiziert, anschließend wird der Bereich stark komprimiert (Kompressionsverband). Die Indikation der Sklerotherapie wird unterschiedlich weit gestellt; Besenreiser-Varizen, Canyon-Varizen, retikuläre Varizen, rupturgefährdete Varizen, Seitenastvarikose, Varizen nach operativer Unterbindung hämodynamisch wirksamer insuffizienter Zuflüsse.
       
Stent Implantierbare vaskuläre Endoprothese. Minimalinvasives, nicht-operatives Verfahren zur Rekanalisation von meist langstreckigen Stenosen (Gefäßeinengungen) bzw Läsionen (Verletzungen der inneren Gefäßwand). Stents bestehen aus einem nichtrostenden Drahtgeflecht (Nickel-Titan-Verbindungen; Tantal oder Nitinol), welches selbst- oder ballonexpandierend in der betroffenen Gefäßregion zur Abstützung der Gefäßwand eingebracht wird.
       
       



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Thrombose Teilweiser oder vollständiger Verschluß eines Gefässes (im Herzen- intrakardialer T.; in einer Arterie - arterieller T.; in einem Endgefäß - kapillarer T.; in einer Vene - venöserT.) durch ein fibrinhaltiges Thrombozytenaggregat (Blutgerinsel). Bei der bekanntesten Form der Thrombose in den Venen der Beine ist streng genommen der korrekte Begriff "Phlebothrombose" (Venen-Thrombose) korrekt. Meist, besonders bei oberflächlichen Thrombosen, verbunden mit einer entzündlichen Reaktion "Thrombophlebitis". Wird Thrombusmaterial verschleppt und durch den Blutfluss an anderer Stelle ein Gefäßverschluß hervorgerufen, spricht man von einem Thromboembolus (Embolie). Für die Entstehung einer Thrombose werden hauptsächlich drei Faktoren verantwortlich gemacht: veränderte Gefäßwandbeschaffenheit, veränderte Hämodynamik (Blutflußeigenschaften) und veränderte Blutzusammensetzung. Mögliche Behandlungen sind zum Beispiel die Thrombolyse (siehe dort).
       
Thrombolyse Abbau eines fibrinhaltigen Thrombus durch direkte Gabe von Enzymen, ggf durch einen vor Ort eingebrachten Katheter (Katheterlyse). Durch die Enzyme erfolgt die Auflösung des Gerinsels direkt an Ort und Stelle.
       
Thrombus Fibrinhaltiges Thrombozytenaggregat (Blutgerinsel), welches intravital zu einer teilweisen oder vollständigen Reduzierung des Gefäßlumens füphrt (Thrombose).
       


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Ulcus Ulcus (cruris) ein Geschwür am Unterschenkel, welches durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden kann. Ca 90% aller Ulzera (Geschwüre) sind venös (durch eine Venenschwäche besonders der Venenklappen, bzw durch eine vorangegangene Thrombose) bedingt, etwa 5% sind Folge einer arterriellen Gefäßkrankheit (Arteriosklerose) und die restlichen haben verschiedene andere Ursachen (beisielsweise Diabetes mellitus). Entscheidend für die erfolgreiche Behandlung des Ulcus cruris ist die Beseitigung der verursachenden Gefäßerkrankung.
       
Ultraschall-DOPPLER-Sonographie Gefäßdiagnostisches Verfahren zur unblutigen perkutanen Bestimmung des systolischen Blutdrucks an peripheren Arterien mit gut reproduzierbaren Ergebnissen von hohem Aussagewert. Die USD-Technik beruht auf zwei physikalischen Grundprinzipien: hochfrequenter Ultraschall durchdringt biologisches Gewebe und wird an Grenzflächen unterschiedlicher akustischer Dichte teilweise reflektiert; befinden sich Grenzflächen in Bewegung tritt durch den DOPPLER-Effekt eine Frequenzverschiebung ein. In Blutgefässen wird Ultraschall an den Erythrozythen (rote Blutkörperchen) reflektiert und so wird ein Nachweis der arteriellen und venösen Blutströmung ermöglicht. So erlaubt die USD den Nachweis einer Veränderung der Hämodynamik (Strömungsverhalten des Blutes).
       


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Varikose Krankhafter Zustand der Venen (Veneninsuffizienz) hervorgerufen durch erhebliche Varizenbildung (siehe Varizen). Die Entstehung der Varikose ist deutlich altersabhängig (bei 20-jährigen beträgt die Erkrankungshäufigkeit ca 20%; bei 60-jährigen ca 80%). Hauptverursacher der Varikose ist eine häufig altersbedingte zunehmende Schwäche bzw ein Abbau der Venenklappen, die einen Rückstrom des Blutes aufgrund der Schwerkraft verhindern. Risikofaktoren sind einerseits eine erbliche Vorbelastung, Übergewicht (besonders bei Frauen) und Gravität (Schwangerschaft), schon zwei Schwangerschaften führen zu einer Verdopplung des Varizenrisikos. Behandlungsmöglichkeiten sind einerseits eine Sklerosierung (Verödung) der Varizen durch eine gezielte Thrombusbildung im Bereich der betroffenen Venen, bzw das Varizenstripping, "Ziehen" der betroffenen Venen mit einem korkenzieherähnlichen chirurgischen Instrument in Teil- oder Vollanästhesie.
       
Varizen Krankhaft erweiterte, oft oberflächlich gelegene, Venen. Die Dilatation (Erweiterung) der Venen kann umschrieben oder streckenförmig sein, häufig mit Schlängelungen oder Knäuelbildung verbunden (Krampfadern, Besenreiser, etc).
       
Vasographie Kontrastmitteldarstellung der Gefässe. Direkte Vasographie durch Injektion des Kontrastmittels in das Gefäß selbst. Indirekte Vasographie durch Kontrastmittel-Injektion durch einen ortho- oder retrograd eingeführten Angiographiekatheter.
       
Vasospasmus Gefäßstenose ohne pathologisch-anatomische Ursache bzw. Reduktion des Gefäßquerschnittes allein durch Kontraktion der Gefäßmuskulatur (funktioneller Vasospasmus).
       
Venen Blutgefässe in denen der Rückstrom des durch die Arterien in den Körper gepressten Blutes zum Herzen zurück erfolgt.
       
Venenklappen Bereits im 16. Jahrhundert anatomisch entdeckte Taschenklappen die ähnlich den Sieltoren an der Küste den Rückstrom des Blutes zum Herzen dadurch unterstützen, daß sie eine Blutströmung in die falsche, entgegengesetzte Richtung verhindern. Die Anzahl der Venenklappen in den großen Körpervenen ist sehr unterschiedlich, die größte Zahl wird in den Beinvenen des Unter- und Oberschenkels vorgefunden. Venenklappen können sich nicht aktiv bewegen, sondern sind durch die Blutströmung passiv gesteuert, unterstützend kommt die Pumpwirkung der Skelettmuskulatur hinzu (dies begründet zum Teil die Entstehung von Venenerkrankungen durch einseitige körperliche Tätigkeiten, langes Stehen oder Sitzen, etc). Altersbedingt erfolgt ein Abbau der Venenklappen und dadurch eine Reduzierung (auf bis zu ein Fünftel).
       
Venenverschluß-Plethysmographie Verfahren zur Messung der Durchblutung in einzelnen Extremitäten bzw deren Abschnitten. Das Prinzip besteht in einer kurzfristigen Unterbindung des venösen Rückflusses während gleichzeitig der arterielle Zufluss ungehindert bleibt. Dadurch entsteht eine Volumenszunahme in der Extremität, die mit einem Plethysmographen, ein Gerät zur Messung der Volumensänderung, registriert und ausgewertet wird.
       


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Wallstent Implantierbare vaskuläre Endoprothese, siehe Stent.
       


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